Winerim
Analytischer Ratgeber

Mit Daten entscheiden, welche Weine Sie einkaufen

Aus dem Bauch heraus einzukaufen führt zu Lageraufbau. Datenbasiert einzukaufen erzeugt Rotation, Marge und eine Weinkarte, die sich weiterentwickelt.

Inhalt

  1. 1.Warum Intuition beim Weineinkauf nicht reicht
  2. 2.Die 5 Kennzahlen, die Sie vor jedem Einkauf prüfen sollten
  3. 3.Wie Sie die Performance Ihrer aktuellen Karte analysieren
  4. 4.Aufnahmekriterien für neue Positionen
  5. 5.Wie viel kaufen: die Regel für den optimalen Bestand
  6. 6.Der datenbasierte Einkaufszyklus

1. Warum Intuition beim Weineinkauf nicht reicht

Einkaufsentscheidungen basieren meist auf Messen, Lieferanten und Trägheit.

Keine davon berücksichtigt, was auf Ihrer Karte tatsächlich funktioniert.

Messen führen zu emotionalen Käufen.

Der Lieferant priorisiert seinen Katalog, nicht Ihre Karte.

Trägheit erzeugt Bequemlichkeit.

Wie viele der letzten 10 Neueinlistungen stehen noch auf Ihrer Karte und verkaufen sich?

2. Die 5 Kennzahlen, die Sie vor jedem Einkauf prüfen sollten

Bevor Sie irgendetwas bestellen, prüfen Sie diese fünf Indikatoren.

Rotation pro Position: weniger als 2 Einheiten/Monat rechtfertigen meist keine Nachbestellung.

Marge pro Position: absolute Marge in Euro, nicht nur in %.

Aktueller Bestand: kaufen Sie nicht mehr ein, als Sie in 60-90 Tagen verkaufen können.

Verkaufstrend: geht es nach oben oder nach unten?

Lücken in der Karte: Käufe sollen Lücken füllen, nicht doppeln.

3. Wie Sie die Performance Ihrer aktuellen Karte analysieren

Bevor Sie Neues einkaufen, bewerten Sie das Bestehende mit einer BCG-Analyse, angewandt auf Weine.

Stars (hohe Rotation + hohe Marge): schützen.

Cash Cows (hohe Rotation + geringe Marge): Preisgestaltung optimieren.

Potenziale (geringe Rotation + hohe Marge): prüfen, warum sie nicht rotieren.

Ballast (geringe Rotation + geringe Marge): Kandidaten zum Auslisten.

Bringt Ihre Weinkarte die gewünschte Leistung?

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4. Aufnahmekriterien für neue Positionen

Jede neue Position muss einen Mindest-Filter bestehen.

Welche Funktion erfüllt sie?

Welche Position ersetzt sie? 'Einer rein, einer raus'-Regel.

Welche Marge bringt sie?

Maximal 6-12 Einheiten zu Beginn.

Kann das Team sie verkaufen?

Passt sie zur aktuellen Küche?

5. Wie viel kaufen: die Regel für den optimalen Bestand

Optimaler Bestand = Monatsverkauf × Reichweite in Monaten + Sicherheitsbestand.

Neue Position: maximal 6-12 Einheiten.

Etabliert (8+ Einheiten/Monat): Bestand für 60-90 Tage.

Star (15+ Einheiten/Monat): automatische monatliche Lieferungen.

Langsam (< 3 Einheiten/Monat): maximal 30 Tage Reichweite.

6. Der datenbasierte Einkaufszyklus

Einkauf sollte ein geplanter Zyklus sein, keine Reaktion.

Woche 1: Scorecard des Vormonats durchgehen.

Woche 2: Bestand und Rotation prüfen.

Woche 3: Bestellungen datenbasiert aufgeben.

Woche 4: Annahme, Einlagerung und Teambriefing.

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Häufig gestellte Fragen

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Mit Intelligenz einkaufen, nicht mit Intuition

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