Wie man Wein im Glas in einem Restaurant verkauft
Praxisleitfaden, um ein rentables Glas-Angebot zu gestalten, das für den Gast attraktiv und einfach zu managen ist.
Die Chance
Wein im Glas ist der wirkungsvollste Weg, um mehr Wein zu verkaufen
Offener Ausschank beseitigt die größte Hürde beim Weinverkauf: die Verpflichtung zu einer ganzen Flasche. Der Gast kann erkunden, probieren und genießen, ohne Risiko. Für das Restaurant ist das ein starkes Werkzeug, um Durchschnittsbon und Kellerrotation zu steigern.
Die richtige Menge
Wie viele Weine sollte man im Glas anbieten?
Zu viele Optionen verwirren. Zu wenige schränken ein. Entscheidend ist das Gleichgewicht je nach Restauranttyp.
Kleines Restaurant
3 – 5 Weine
Essenzielle Auswahl: ein Weißer, ein Rosé und zwei bis drei Rote. Ausreichend, um alle Profile abzudecken, ohne die Verwaltung zu verkomplizieren.
Mittelgroßes Restaurant
5 – 8 Weine
Ausgewogene Vielfalt mit Vertretung unterschiedlicher Stile und Regionen. Raum für einen Schaumwein und einen süßen oder aufgespriteten Wein.
Gastronomisches Restaurant
8 – 12 Weine
Ambitionierte Glas-Karte, die vollständige Speisenbegleitung erlaubt. Mit Premium-Optionen und häufiger Rotation der Referenzen.
Pricing-Strategie
Wie man den Preis für Wein im Glas festlegt
Die gängigste Methode folgt einer einfachen Regel: Die Flaschenkosten mit den ersten 2–3 verkauften Gläsern decken. Der Rest ist Nettogewinn. Ein praktisches Beispiel:
Flaschenkosten
24 €
Gläser pro Flasche
5
Preis pro Glas
6 – 8 €
💡 Die goldene Regel
Bei 5 Gläsern zu je 7 € erzielen Sie 35 € Umsatz aus einer 24-€-Flasche. Die ersten zwei Gläser decken bereits die Kosten. Die drei verbleibenden sind reine Marge. Selbst bei 1–2 Verlustgläsern durch Schwund bleibt die Kalkulation rentabel.
Für Premium-Weine senken Sie den Multiplikator (×1,5–2), um attraktive Preise zu halten. Für Einstiegsweine können Sie höhere Margen anwenden (×2,5–3), weil der absolute Preis niedrig bleibt.
Intelligente Auswahl
Welche Weine funktionieren im Glas am besten
Vielseitige Weine
Weine, die zu vielen Gerichten passen, erleichtern die Empfehlung durch das Personal und die Entscheidung des Gastes.
Gastronomische Weine
Referenzen, die für das Essen gedacht sind, mit guter Säure und Struktur. Sie konvertieren am Tisch am besten.
Bekannte Weine
Herkünfte und Rebsorten, die der Gast kennt, schaffen Vertrauen. Rioja, Verdejo, Albariño und Malbec wirken als Anker.
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Wer im Glas bestellt, reagiert sensibel auf den Einzelpreis. Hohe wahrgenommene Qualität zu fairen Preisen maximiert Wiederbestellungen.
Cross-Selling
Speisenbegleitung vervielfacht den Glas- Verkauf
Zu jedem Gericht der Karte einen Glaswein vorzuschlagen, ist die wirkungsvollste Verkaufstechnik in der Gastronomie. Der Gast nimmt die Empfehlung als Service wahr – nicht als Verkauf – und bestellt mehr.
Wenn ein Gast "Empfohlen zu diesem Gericht" neben einem Glaswein sieht, steigt die Wahrscheinlichkeit der Bestellung deutlich. Es ist der natürlichste Verkauf überhaupt.
Burrata-Salat
Verdejo – 6,50 € / Glas
Pilzrisotto
Fassgegorener Chardonnay – 7 € / Glas
Entrecôte vom Grill
Ribera del Duero Crianza – 8 € / Glas
Schokoladentarte
Pedro Ximénez – 5,50 € / Glas
Die Lösung
Wie Technologie den Glas-Verkauf stärkt
Tools wie Winerim automatisieren Empfehlungen und sorgen dafür, dass sich jedes Glas praktisch von selbst verkauft.
Glasweine empfehlen
Das System empfiehlt den idealen Glaswein passend zum gewählten Gericht und den Gästevorlieben.
Speisenbegleitung zeigen
Jeder Glaswein wird mit den Gerichten der Karte verknüpft und vervielfacht so die Cross-Selling-Chancen.
Wein erklären
Klare Verkostungsnotizen, Herkünfte und Sensorik-Profile machen den Wein zugänglich – ohne Sommelier.
Entscheidung des Gastes erleichtern
Filter, Vergleiche und Empfehlungen beseitigen Entscheidungsparalyse und beschleunigen die Bestellung.
Kostenlose Analyse
Erfahren Sie, ob Ihr Glas-Angebot optimiert ist
Senden Sie uns Ihre Weinkarte und wir analysieren Auswahl, Preise, Speisenbegleitung und Verbesserungspotenziale im offenen Ausschank. Unverbindlich.